Unendliche Straßen, Berge, Seen, raue Küsten, Wälder, Schnee, Eis, Gletscher und Ich.

Ende September startet für mich ein riesengroßes Abenteuer. Es geht für 5 Wochen nach Kanada und in die USA. Ja ich weiß September ist noch sehr lange hin. Andere wissen nicht mal was sie heute zum Abendbrot kochen sollen und ich plane schon meine Reise im Herbst. Aber so bin ich. Manchmal plane ich bis ins kleinste Detail und manchmal liebe ich es einfach spontan zu sein. Aber in diesem Fall plane und recherchiere ich eine ganze Menge. Ein gewissen Platz für Spontanität möchte ich mir aber dennoch lassen.

Ich werde von Vancouver aus starten und den Westen Kanada’s erkunden. Anschließend geht’s per Zug nach Seattle und von dort aus werde ich den Nordwesten der USA bereisen (oh Oregon, was freu ich mich auf dich).

Flüge, Mietwagen und die ersten beiden Nächte in Vancouver habe ich bereits gebucht. Auch die groben Routen stehen halbwegs. 

Aber es gibt da auch einen Punkt, der sich absolut nicht planen lässt. Und zwar das Wetter. Da das Wetter in Kanada, zumindest in einigen Regionen, zu dieser Zeit natürlich schon voll im Wintermodus sein kann, rechne ich auch damit, dass ich spontan meine Route oder bestimmte Touren umplanen oder gar ausfallen lassen muss. So ist ein Ziel von mir zum Beispiel in Stewart, BC über die Grenze nach Alaska zu fahren. Ich hoffe so sehr, dass der Schnee dort zu meiner Reisezeit bitte noch ein bisschen auf sich warten lässt. Ich bin nämlich was das Fahren bei Schnee und Glatteis betrifft ein ziemlicher Schisser. Oder das ist dann wieder einer dieser Momente in denen man über sich hinaus wächst und stolz wie Bolle auf sich ist, wenn man es sich getraut hat. Ein Bericht dazu wird dann defintiv folgen.

Und beim Thema Wetter u. a. habe ich gemerkt, das ich mir einfach die Spontanität für dieses ganze Abenteuer lassen muss. 

Auf eine Art würde ich am liebsten alles durchplanen, Tag für Tag inkl. Buchung der Unterkünfte. Irgendwie ist das so ein kleines Sicherheitsgefühl, wenn man alleine reist. Andererseits denke ich, dass wenn man alles durchgeplant hat, es vor Ort wahrscheinlich absolut stressig sein wird, wenn man „gezwungen“ ist, am nächsten Tag an einem bestimmten Ort zu sein. Vielleicht gefällt es mir irgendwo so gut, das ich einfach sage: „hier bleibe ich noch 2 Nächte“. Oder ich habe genau den Tag an diesem Ort erwischt, an dem es regnet, schneit oder sonst was, ich aber laut Plan heute Das und Das machen will. Dieses Gefühl von Freiheit würde ich mir mit der ganzen Planung dann selbst nehmen. 

Also habe ich beschlossen, mir nur in bestimmten Orten, wo die Auswahl recht begrenzt ist, vorab eine Unterkunft zu buchen. Ich möchte dieses Roadtrip-Freiheits-Gefühl, bei dem man nicht weiß, wo man morgen oder übermorgen sein wird. Es wird aber eine Prioritätenliste geben, auf der ich aufliste, was ich unbedingt sehen will und was noch warten könnte. 

Und alles Weitere werde ich auf mich zu kommen lassen. Ganz egal wie sehr meine innere Perfektionistin sich einen Zeit- und Übersichtsplan wünscht.  

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